Pandemie-Nothilfe für Studierende der UZH

Sie sind wegen der Corona-Pandemie in eine unvorhersehbare Notlage geraten? Sie wissen nicht, wovon Sie die nächsten Monate leben sollen? Die Pandemie-Nothilfe der UZH kann Ihnen helfen, Ihre Finanzierungslücke bis Ende dieses Semesters zu schliessen.

Wer kann Pandemie-Nothilfe beantragen?

 

Die Pandemie-Nothilfe richtet sich an regulär immatrikulierte Studierende der UZH, die wegen der Coronavirus-Pandemie in eine akute finanzielle Notsituation geraten sind und für die das weitere Studium dadurch gefährdet ist. 

 

Antragsberechtigt sind Studierende, die nicht auf familiäre oder anderweitige finanzielle Unterstützung zurückgreifen können, die kaum über Ersparnisse verfügen, deren regelmässige Einnahmequellen aufgrund der Pandemie weggebrochen sind und die von den staatlichen Unterstützungsmassnahmen (noch) nicht profitieren können. 

 

Welche staatlichen Unterstützungsmassnahmen zurzeit in Anspruch genommen werden können, erfahren Sie in diesem Merkblatt (PDF, 65 KB)

 

Sie befinden sich in einer Notlage, wenn Sie Ihre Miete oder Gesundheitskosten nicht mehr bezahlen können oder wenn Sie kein Geld haben, um Ihren minimalen Lebens-unterhalt zu bestreiten. Bedingung für Nothilfe ist ein Vermögen unter Fr. 6'000.- und Gesamteinkommen bis max. Fr. 15'000.- netto im Frühjahrssemester (Februar bis Juli).

Lesen Sie Berichte von Studierenden in Notsituationen

 

Typische Beispiele

Simone, 22, im ersten Studienjahr Rechtswissenschaft: «Ich wollte mich zu 100 Prozent auf das Assessment konzentrieren, und meine Eltern haben mich stets unterstützt. Nun ist mein Vater arbeitslos und die Firma meiner Mutter hat Kurzarbeit angemeldet. Beide können mich nicht mehr wie bisher unterstützen. Ich kann meine Miete nicht bezahlen und habe echt Angst, aus der WG zu fliegen. Zu allem Übel muss ich nun auch noch dringend zum Zahnarzt.»

 

Dario, 27, studiert im letzten Masterjahr Geschichte: «Ich wollte mein Studium immer selbst finanzieren, um niemandem etwas schuldig zu sein. Ich habe bis vor Kurzem von meinen Ersparnissen gelebt. Während dem Semester arbeitete ich ca. 10 Prozent auf Abruf und in den Semesterferien während sechs Wochen Vollzeit. Meine Arbeitgeberin, eine Bar im Kreis 5, hat Kurzarbeit angemeldet. Mein Einkommen ist zwar einigermassen gesichert, aber es kam auch schon mehr Lohn auf mein Konto. Nun kann ich meine Rechnungen nicht mehr bezahlen.»

 

Marek, 23, studiert Psychologie im 8. Semester: «Mein bereits zugesagtes Praktikum wurde um ein Jahr verschoben, dabei wollte ich mir mit dem verdienten Geld mein Auslandsemester in Amsterdam finanzieren. Meine Wohnung habe ich bereits untervermietet. Ich habe keine Ahnung, wie es weitergehen soll.»

 

Laureen, 20, Kunstgeschichtsstudentin im 4. Semester: «Ich bekomme kantonale Stipendien, zusätzlich verdiene ich 500 Franken pro Monat als Fitnessinstruktorin. Nun hat mir mein Arbeitgeber per Ende April gekündigt. Mein bester Freund hat mir zwar gesagt, ich soll mich sofort bei der Arbeitslosenkasse anmelden, aber bis jetzt habe ich noch nichts gehört. Eine andere Arbeit finde ich auch nicht. Meine Grossmutter hat mir heimlich 200 Franken zugesteckt, aber sie lebt selbst von einer kleinen Rente, das kann es ja nicht sein.» 

Konditionen

Studierende können mit einem Betrag von CHF 1000 bis maximal CHF 6000 unterstützt werden. Die finanzielle Soforthilfe gestaltet sich dabei folgendermassen:

 

Beitrag Nothilfe

Sie benötigen einen Betrag von CHF 1000 bis CHF 3000. 

Diesen Betrag müssen Sie nicht zurückzahlen. 

 

Beitrag Nothilfe und Darlehen

Sie benötigen einen Betrag zwischen CHF 3001 bis CHF 6000. 

Sie beantragen das Stipendium von CHF 3000 und beziehen zusätzlich ein Darlehen. Der Darlehensteil muss bis spätestens zwei Jahre nach Abschluss/Abbruch des Studiums zurückbezahlt sein. Es werden keine Zinsen berechnet.

 

Auf Pandemie-Nothilfe besteht kein Rechtsanspruch.

 

Sie können nur ein Gesuch stellen. Frist für ein Gesuch ist der 15. Juli 2020. Sollten Sie sich ab dem Herbstsemester noch immer in einer finanziellen Notlage befinden, können Sie bis spätestens 15. August ein reguläres Stipendien- und Darlehensgesuchbei der Fachstelle Studienfinanzierung stellen (Achtung: Bitte die Voraussetzungen für eine Gesuchstellung lesen).  

 

Vorgehen

Überlegen Sie sich, wie viel Geld Ihnen bis zum Semesterende per 31. Juli fehlt. Füllen Sie das untenstehende Formular aus und reichen Sie Ihren Antrag bei der Fachstelle Studienfinanzierung der UZH ein – bitte mit dem Vermerk Pandemie-Nothilfe im Betreff an: studienfinanzierung@sib.uzh.ch.

 

Wir bemühen uns, Ihr Gesuch innerhalb von ca. zehn Arbeitstagen zu bearbeiten, damit das Geld schnell auf Ihrem Konto ist. Indem Sie das Gesuch genau und aussagekräftig ausfüllen, tragen Sie wesentlich zu einer schnellen Bearbeitung bei.

 

 

Gesuchsformular Pandemie-Nothilfe

FAQs zur Pandemie-Nothilfe

Die FAQs werden laufend ergänzt.

 

Kann ich Pandemie-Nothilfe beantragen, auch wenn ich staatliche Hilfe oder (Stipendien, Darlehen, Arbeitslosengeld, Renten etc,) bekomme?

Ja, falls Sie sich in einer Notlage befinden.

 

Ich wurde bisher von meinen Eltern unterstützt, aufgrund der Pandemie haben sie nun so wenig Einkommen, dass ihr Geld nicht mehr dafür reicht. Vermögen haben sie keines. Kann ich Nothilfe beantragen?

Ja, falls sie sich in einer Notlage befinden. Es wird aber keine Unterstützung für Eltern oder Drittpersonen ausgerichtet.

 

Ich habe eine Frage zum Gesuchsformular, zum Gesuchsprozess, soll ich die Fachstelle Studienfinanzierung anrufen?

Wenn Sie sich bei etwas nicht sicher sind, denken Sie kurz nach, fragen Sie andere um Rat und reichen im Zweifelsfall ein Gesuch ein. Wir können aus Kapazitätsgründen keine Korrespondenz zu den Gesuchen führen. Wenn Sie trotzdem Fragen haben, erreichen Sie uns jeweils donnerstags zwischen 13.00 Uhr und 17.00 Uhr telefonisch.

 

Die Fragen im Gesuchsformular passen nicht zu meiner Situation, was soll ich tun?

Füllen Sie das Gesuch nach bestem Wissen und Gewissen aus, im Notfall ergänzen Sie handschriftlich.

 

Ich habe etwas Vermögen geerbt/für meine nächsten Ferien/für Zahnbehandlungen, für mein Auslandsemester gespart. Dieses Geld möchte ich nicht benutzen, das ist meine eiserne Reserve. Kann ich Nothilfe beantragen?

Jetzt ist der Moment, dieses Geld zu benutzen. Handelt es sich trotzdem um einer Notlage? Bevor Sie Nothilfe beantragen, müssen Sie alle Möglichkeiten zur Selbsthilfe ausgeschöpft haben.

 

Meine Geschwister befinden sich ebenfalls in einer Notlage, können sie ebenfalls/ wir alle gemeinsam/unsere ganze Familie Nothilfe beantragen?

Wenn Ihre Geschwister an der UZH immatrikuliert sind, können sie separat ebenfalls ein Gesuch einreichen. Falls sich andere Familienmitglieder in einer Notlage befinden, können Sie prüfen, ob staatliche Hilfe möglich ist.

 

Ich habe meinen Job verloren, kann das aber nicht belegen. Was soll ich tun?

Verlangen Sie von Ihrer Arbeitgeberin/Ihrem Arbeitgeber eine Bestätigung. Als Beleg können z.B. auch Kontoauszüge dienen, aus denen ersichtlich ist, dass Ihr Lohn nun ausfällt. Wir werden nicht auf einen ganz bestimmten Beleg bestehen. Insgesamt müssen der Antrag inkl. Belege stimmig und nachvollziehbar sein.

 

Ich habe eine Abweisung auf mein Gesuch bekommen. Wo kann ich meine Einsprache einreichen?

Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Pandemie-Nothilfe.